Die kleinen alltäglichen Dinge... : Lebenspraktische Fertigkeiten (LPF)
Lebenspraktische Fertigkeiten sind Tätigkeiten, die jeder Mensch zur Bewältigung seines Alltages benötigt. Für Menschen mit einer Sehbehinderung sind oft kleinste Verrichtungen schwierig.
Beispiele:
- Frau E. hat Mühe beim Einschenken und Brot oder Fleisch schneiden.
- Herr M. kann nur noch mit grosser Mühe kochen.
- Herr S. will sich einen Computer anschaffen und sollte deshalb Zehnfingersystem und die PC-Tastatur beherrschen.
- Frau Balzli möchte wieder Knöpfe annähen und bügeln können.
Im LPF Unterricht werden spezielle Techniken, Methoden und Strategien erarbeitet, die zu einer Erleichterung der Alltagsbewältigung beitragen sollen.
Eine ausgebildete Fachkraft (LPF-Lehrer/in) klärt zusammen mit der betroffenen Person deren persönlichen Ziele und Möglichkeiten ab. Auf dieser Basis wird ein individuelles Training zusammengestellt.
Hilfsmittel und Techniken:
- Erlernen von speziellen Techniken und Strategien für: waschen, nähen, kochen, essen, Umgang mit Münz und Banknoten, Handarbeit, usw.
- Einzelunterricht bei der betreffenden Person zu Hause.
- Eventuell erlernen der Punktschrift.
- Bedienen von elektronischen und mechanischen Geräten.
- Arbeiten mit verschiedenen Kontrasten und Farben.
- Taktile Anhaltspunkte.
- Beratung und Unterstützung bei finanziellen Fragen betreffend Hilfsmittel.